Bibliometrische Feldabgrenzung in Web of Science und Scopus: Ein Methodenvergleich anhand des interdisziplinären Feldes Bildungsforschung

Valeria Aman

Abstract


Den meisten bibliometrischen Analysen geht eine Abgrenzung des zu untersuchenden Feldes voran. Dabei handelt es sich um eine komplexe Aufgabe für die keine generelle Lösung existiert. Daher wird Feldabgrenzung („field delineation“) als ein eigenständiges Forschungsfeld der Bibliometrie erachtet. Zumeist geschieht die Feldabgrenzung anhand des in der zugrundeliegenden Datenbank implementierten Klassifikationssystems. So sind die in Web of Science indexierten Zeitschriften Themenkategorien zugewiesen. Die als „Makro-Level“ bezeichnete Felddefinition geschieht auf Basis der Zeitschriften, die unter der zutreffenden Kategorie klassifiziert sind. Diese Form der Abgrenzung kommt bei interdisziplinären Feldern wie der Bildungsforschung an ihre Grenzen. Der Aufsatz zeigt zunächst die Probleme der Makro-Level-Abgrenzung in WoS und Scopus anhand der Bildungsforschung auf. Als Alternative wird die von Zitt & Bassecoulard (2006) vorgeschlagene „lex + cite“-Methode angewandt, die sich sowohl lexikalischer als auch zitationsbasierter Merkmale von Publikationen bedient. Die Ergebnisse zeigen, dass die hybride „lex + cite“-Methode in WoS als auch in Scopus zu vergleichbaren abgegrenzten Korpora führt, die in der Sprache des Information Retrievals ein zufriedenstellendes Verhältnis aus Recall und Precision aufweisen.


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DOI: http://dx.doi.org/10.5283/bpf.234

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